Die 12 besten Tipps für eine erfolgreiche Mitarbeiterbefragung ©

Die folgenden Empfehlungen beruhen auf der Erfahrung vieler Mitarbeiterbefragungen von www.traumfirma.de

 

1. Externe Mitarbeiterbefragung
Eine Befragung von externen Experten hat eine wesentlich höhere Akzeptanz bei Führungskräften und deren Mitarbeiter als eine intern durchgeführte. Bei einer firmeneigenen Mitarbeiterbefragung sind die Mitarbeiter sehr skeptisch, da sie befürchten, dass die Fragestellung ein gewünschtes Ergebnis beeinflussen soll.

2. Möglichst viele Mitarbeiter nehmen teil.
Je mehr Mitarbeiter an der Befragung teilnehmen, desto aussagefähiger ist das Ergebnis. Die Teilnehmerzahl sollte mindestens 60% sein. Teilnehmer auslosen sollte vermieden werden, da zumeist Misstrauen entsteht, ob mit der Auslosung alles rechtens ist. In der Regel findet man genügend freiwillige Teilnehmer pro Abteilung. Wenn es wirklich nur mit auslosen geht, dann sollte die Auslosung vor allen Mitarbeitern (oder zumindest durch von den Mitarbeitern akzeptierten Vertrauensleuten) durchgeführt werden, damit jeder sieht, dass es mit gerechten Dingen zugeht.

3 Durchführung am besten schriftlich per Hand vor Ort
Die Formulare werden verteilt, z.B. abteilungsweise und nach 10 Minuten wieder eingesammelt. Am besten werfen die Mitarbeiter die Fragebögen in eine verschlossene Box (wie bei Wahlen). Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Mitarbeiter den anonymen Fragebogen – nur der Firmenname steht drauf – in ein beigelegtes Kuvert legen, das sie verschlossen an der Zentrale abgeben oder direkt an das externe, mit der Befragung beauftragte Unternehmen senden – ohne Absender natürlich. Bei Online- oder Internet-Befragungen befürchten viele Mitarbeiter, dass der Name im Firmenserver feststellbar ist.

4. 100%ig anonym
Wenn die Mitarbeiter auch nur im Ansatz vermuten, dass die Befragung nicht 100%ig anonym ist, ist eine Befragung hinausgeworfenes Geld. Das Ergebnis entspricht dann nicht den Tatsachen, da die Antworten oft nicht ehrlich sind.

5. Fragebögen in mehreren Sprachen
Ausländische Mitarbeiter tun sich manchmal schwer, mit der deutschen Sprache. Sie sprechen zwar oftmals gut Deutsch, aber beim Lesen tun sich viele immer noch schwer. Die Folge ist: Sie kreuzen alles positiv an. Das Ergebnis wird somit verfälscht. Deshalb ist es hilfreich, wenn es den Fragebogen in den am häufigsten vorkommenden Sprachen gibt.

6. Jahresbonus oder Prämie nicht vom Ergebnis der Befragung abhängig machen
Negativbeispiel: In einem DAX-Unternehmen beeinflusst das Ergebnis der Befragung die auszuschüttende Jahresprämie. Und welcher Mitarbeiter will sich schon selbst schaden? Demzufolge wird das Ergebnis mit entsprechenden Antworten manipuliert und geschönt.
Der Aufsichtsrat und sogar die Aktienbesitzer glauben, dass alles bestens ist. (Aber niemand weiß, wie das Befinden der Mitarbeiter wirklich ist. Lediglich einige Burn-out geschädigte weisen auf Missstände hin.)

7. Getrennte Fragebögen für Führungskräfte und Mitarbeiter
Der Hauptteil der Fragen sollte für Führungskräfte und Mitarbeiter identisch sein, um gravierende Meinungsunterschiede zu erkennen. Ein anderer Teil der Fragen sollte gegensätzlich gestellt werden.
(Beispiel: Frage für Führungskräfte: Kenne ich die Erwartungshaltungen meiner Mitarbeiter?
Frage für Mitarbeiter: Kenne ich die Erwartungshaltung meines Vorgesetzten?)
In der Auswertung sollten – außer dem Ergebnis für die Gesamtbelegschaft – auch die Werte separat für Mitarbeiter und Führungskräfte aufgeführt sein. Daraus können mehrere wertvolle Rückschlüsse gezogen werden.

8. Transparente Ergebnisinformation
Mitarbeiter wollen kurz und prägnant über das Ergebnis der Umfrage informiert werden. Sie hassen es, wenn Sie mit Datenmüll überschüttet werden und am Ende kein greifbares Ergebnis herauskommt.

9. Rückmeldung des Ergebnisses innerhalb von 48 Stunden
Wer an einer Befragung teilnimmt, ist verständlicherweise neugierig, welches Ergebnis dabei herausgekommen ist. Deshalb sollte das Ergebnis oder zumindest eine Grobanalyse innerhalb von 48 Stunden erfolgen.

10. Optimierungsmaßnahmen bei gravierenden Missständen.
Mitarbeiter erwarten nicht, dass von heute auf morgen alles in Ordnung ist. Sie wollen jedoch spüren, dass ihre Meinungen ernst genommen werden und zumindest erste Handlungsimpulse sehen.

11. Wertschätzende Anerkennung bei einem positiven Ergebnis.
Mitarbeiter schätzen es, sowohl intern als auch öffentlich (z.B. über Medien) für ihre erbrachten Leistungen gewürdigt zu werden. Das erhöht die Loyalität, da sie stolz sind, bei dieser Firma zu arbeiten. Als Unternehmen können Sie zudem mit Veröffentlichungen Employer Branding betreiben.

12. Gesamt -Fazit:
A) Durch eine perfekt durchgeführte Mitarbeiterbefragung erhält das Unternehmen eine äußerst aussagekräftige Evaluation und wesentliche Impulse für gewinnbringende Veränderungen.
B) Zudem können Sie mit der Befragung die kollektive Intelligenz der gesamten Belegschaft nutzen.
C) Ein wesentlicher Aspekt ist, dass die Änderungswünsche von den Mitarbeitern kommen und die Bereitschaft und das Engagement, gemeinsam für Optimierungen beizutragen, um ein vielfaches höher ist.

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